Banken manipulieren Rohstoffpreise

Bericht deckt Rolle von Goldman Sachs und Co. in Rohstoffmärkten auf

Banken manipulieren nicht nur Wechselkurse, Zinsen und Aktienkurse sondern auch den Rohstoffmarkt massiv. Dies zeigt ein 400-seitiger Bericht des Ständigen Ermittlungsausschusses des US-Senats, der am 19. November veröffentlich wurde. Die zweijährigen Untersuchungen befassten sich mit der Rolle der Banken in den Rohstoffmärkten, u.a. für Metalle, Erdöl und Strom. Die Untersuchungen, bei denen die Aktivitäten von JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs im Mittelpunkt standen, belegen, dass die Banken mit ihren Rohstoffgeschäften «katastrophale Risiken» eingehen und die Preise von Rohstoffen und Wertpapieren durch Manipulationen in die Höhe getrieben wurden.

Der Bericht förderte Erstaunliches ans Tageslicht:
• Morgan Stanley besitzt hundert Öltanker und hat Öl- und Gaslager, die denen der  Öl-/Gaskonzerne nicht nachstehen.
• JP Morgan Chase hat Rohstoffbesitz in Höhe von zwölf Prozent des Kernkapitals der Bank.
• Goldman Sachs betreibt im Raum Detroit mit Aluminium ein «Karussell» von einem Lagerhaus zum nächsten. Als Konsequenz stiegen die Lagerkosten seit 2010 von 6 auf 20 Prozent. Goldman besitzt 80 Prozent aller Aluminium-Lagerhäuser in den USA und in Europa und macht Riesenprofite durch Preismanipulation mit Aluminium-Leergeschäften und -Derivaten. Zeugen aus der Branche bestätigen, dass der Markt völlig umgekrempelt wurde, seit Goldman die Lager erworben hat. Früher warteten Unternehmen ein bis zwei Wochen auf die Lieferung von gelagertem Aluminium, das ihnen gehört, heute sind es 63 Tage, bei horrenden Kosten.

____________
Das Schiller-Institut in Wiesbaden, «Vereinigung für Staatskunst e.V.», steht der Bewegung des US-Politikers Lyndon La Rouche nahe und publiziert u.a. einen wöchentlichen Newsletter, aus dem der vorliegende Text stammt.
www.schiller-institut.de