Griechenland: Die Lösung wurde nicht gewollt

Griechenland kommt einem vor wie ein arbeitsloser Schlucker mit einer Millionenschuld, dem man nun noch den sonntäglichen Cervelat vom Grill nimmt. Das eingesparte Geld macht die Schuld kein bisschen kleiner, bloss den Menschen, der sie doch noch abtragen soll.

Die paar Milliarden, die den Griechen durch Senkung der Renten und Erhöhung der Mehrwertsteuer abgepresst werden, tragen so gut wie nichts zur Erleichterung der Gesamtschuld von über 300 Mrd. bei, zumal dadurch die Produktivkraft weiter geschwächt wird. Ein Arbeiter wird nicht leistungsfähiger, indem man ihn auf Wasser und Brot setzt.
Die griechische Krise wäre natürlich lösbar gewesen. Aber dass es nicht getan wurde, wirft einen schweren Schatten auf die jüngsten Vereinbarungen zwischen der Eurozone und Griechenland, der die weitere Entwicklung verdunkeln wird.

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