Klimaschutz: Opferbereitschaft ist da, wenigstens in Umfragen

Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend ändern zu wollen. Selbst in den Staaten mit den weltgrössten CO2-Emissionen – USA und China – sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.


Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. «In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun», so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist.  


In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland meinten die Befragten, hohe Treibstoffkosten hätten keine Auswirkungen.


«Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen», meint Doug Miller, Direktor von Globescan, jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.


Quelle: pressetext.austria
15. November 2007
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