Nanotechnologie: Jetzt die Rahmenbedingungen festlegen

Nanotitandioxid auf Fensterscheiben, Nanosilber in Farben und Lacken, Nanozinkoxid in Sonnencrèmes – obwohl die Nanoforschung noch in den Kinderschuhen steckt, sind bereits zahlreiche Produkte auf dem Markt. Praktisch täglich kommen neue hinzu. Das Vorsorgeprinzip ist deshalb besonders wichtig; sonst können Schäden entstehen, die später nur mit grossem Aufwand zu korrigieren sind. Genau das ist in der Vergangenheit oft passiert. Verschiedene Schlüsseltechnologien wie beispielsweise die drahtlose Informations-, die Atom- oder die Gentechnologie sind heute umstritten, weil Probleme ungelöst sind oder die Risiken von vielen als zu hoch beurteilt werden.

Die Nanotechnologie birgt Chancen und Risiken für die Umwelt. Chancen bestehen dort, wo der Einsatz schädlicher Produkte oder der Energieverbrauch reduziert werden kann. So erhöhen beispielsweise Nanopartikel die Effizienz von Batterien, Akkus und Solarzellen bei gleich bleiben¬dem Ressourceneinsatz oder sie ermöglichen eine kostengünstige Sanierung von Grundwasser. Risiken entstehen vor allem dort, wo freie Nanopartikel gewollt oder ungewollt in Boden, Wasser oder Luft gelangen und dort die Mobilität und Löslichkeit von bereits vorhandenen Schadstoffen in der Umwelt erhöhen. Damit steigt auch die Toxizität für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Aus Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) müssen die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für diese Technologie deshalb jetzt festgelegt werden. Die Forschung über die Umweltauswirkungen muss intensiviert werden und die Umweltverträglichkeit der Produkte ist zu prüfen, bevor sie auf den Markt kommen.

Die aktuelle Ausgabe von «Thema Umwelt» informiert über den aktuellen Stand der Nanoforschung. Sie zeigt anhand konkreter Beispiele, welche Chancen in der Nanotechnologie stecken und wie die Risiken minimiert werden können.


«Thema Umwelt» 2/2007 kann für CHF 15.– plus Porto bezogen werden bei:
Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch, Postfach 211, 8024 Zürich, Telefon 044 267 44 11
mailto:mail@umweltschutz.ch
Das Jahresabonnement (4 Ausgaben) kostet CHF 50.–. Inhaltsverzeichnis
27. Juni 2007
von: