Kaum Truppen in Idlib

Die USA werfen Russland die Zerstörung von Idlib vor. Aber was geschieht tatsächlich. Der englische Star-Reporter Robert Fisk war dort.

Die Mainstream-Medien sprechen von einer bevorstehenden humanitären Katastrophe in der Provinz Idlib. Aber vermutlich war kein westlicher Journalist vor Ort, um sich ein eigenes Bild der Lage und der bevorstehenden letzten Schlacht im syrischen Krieg zu machen – ausser der englische Star-Reporter Robert Fisk, der im Independent eine eindrückliche Reportage von der syrischen Seite der «Front» publizierte.

«Nach Warnungen vor Massenmord und einer Katastrophe in Idlib bin ich zwei Tage lang an der Front herumgestreift. Ich habe nicht gefunden, was ich erwartet hatte», schreibt er.
«Die einzigen Kräfte, auf die ich stiess, waren riesige Schafherden und, in der Nähe von Aleppo, eine Reihe von Kamelen. Der Krieg könnte kommen, aber noch nicht.»

Lesenswert, in englisch: After warnings of mass murder and catastrophe in Idlib, I prowled the front lines for two days.
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Syrien und Russland versuchen in der Provinz Idlib, die moderaten von den militanten Kräften zu trennen und bieten freien Abzug für alle. Syrien ist mit relativ schwachen militärischen Kräften vor Ort und kann einen Krieg in dem weitgehend von der Türkei kontrollierten Gebiet nicht riskieren. Ein grosser Teil der islamistischen Kämpfer ist über die Türkei und mit ihrer Unterstützung in die Provinz gekommen. Aber Erdogan kann und will mit Putins Hand auf seiner Schulter eine Eskalation ebenfalls nicht riskieren. Es wäre die Stunde für Verhandlungen.

 

13. September 2018
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