84 Prozent lehnen Spekulation mit Lebensmitteln ab
Dass Deutsche Bank und Co. mit Agrar-Rohstoffen spekulieren, halten 84 Prozent der Bundesbürger für „nicht akzeptabel“. 66 Prozent erwarten, dass Banken aus diesen Geschäften aussteigen. So das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage. Gegenüber foodwatch erklärte die Deutsche Bank, der Vorstand wolle bis Ende Januar über den Ausstieg entscheiden.
Nur 11 Prozent der Befragten halten es für legitim, wenn etwa die Deutsche Bank Anlagen anbietet, bei denen auf Preise für Nahrungsmittel gewettet wird. Viele Bankkunden wollen auch persönliche Konsequenzen ziehen, falls sie erfahren, dass ihre Bank sich an solchen Geschäften beteiligt. So möchte jeder Zweite (49 Prozent) alle Anlagen kündigen, bei denen Geld in die Spekulation mit Nahrungsmitteln fließt. Ebenfalls 49 Prozent der Befragten wollen darüber nachdenken, ihr Konto bei dieser Bank zu kündigen und zu einem anderen Institut zu wechseln. 43 Prozent würden Bekannten davon abraten, Kunde bei dieser Bank zu werden.
Deutsche Bank prüft Ausstieg – Entscheidung im Januar
Gegenüber foodwatch hat die Deutsche Bank mittlerweile erklärt, der Vorstand wolle bis Ende Januar entscheiden, ob die Deutsche Bank aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigt. Eine internationale Arbeitsgruppe prüfe derzeit die Thesen des foodwatch-Reports „Die Hungermacher“. foodwatch hatte am 18. Oktober in dem Report „Die Hungermacher“ Belege für den Zusammenhang zwischen der Spekulation mit Rohstoffen und steigenden Nahrungsmittelpreisen und damit Hungerkrisen veröffentlicht. 10.000 Menschen unterzeichneten bereits am ersten Tag eine E-Mail-Aktion an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann unter dem Motto „Hände weg vom Acker, Mann!“ auf der gleichnamigen Internetseite www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de. Ackermann versprach daraufhin eine Prüfung der Geschäfte und schrieb in einem persönlichen Brief an foodwatch: „Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“
Quelle: www.foodwatch.de
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