Afrika dribbelt in die Zukunft
Für manche Kinder ist der Fussball die letzte Chance. Nun setzt das WM-Land auf Township-Projekte – zum Beispiel in Mamelodi bei Pretoria. Ein Ortstermin.
Thabo hat Talent. Das sieht jeder. Man muss sich noch nicht mal besonders gut mit Fussball auskennen, um sofort zu wissen: So, wie der abgewetzte Lederball am nacktem Fuß des Elfjährigen klebt, so schnell wie er alle anderen auf dem kleinen Kunstrasenplatz mitten in der Township Mamelodi umdribbelt, als seien sie Pfosten, so wie er schliesslich vor dem Tor einen Schuss antäuscht, den Torwart nach links hechten lässt und den Ball dann grinsend über den am Boden liegenden Jungen mit den riesenhaften Handschuhen lupft – das ist Spitzenklasse. «Ja, Thabo ist sehr begabt, dabei spielt er erst seit knapp einem Jahr bei uns», sagt Lucky Mokgotho, sein Trainer.
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