Alles gut genährt
Zu Besuch auf dem Gärtnerhof der Familie Ludewig am Stadtrand von Dresden.
Landwirtschaft betreiben – das war von Anfang an ein hochriskantes Unterfangen. Schon gegen Ende der Jungsteinzeit machte heftige Erosion in Europa weite Landstriche unfruchtbar. Die frühen Bauern hatten bei fortschreitendem Bevölkerungswachstum auch noch die Hänge gerodet und gepflügt, so dass der fruchtbare Boden davongeweht und weggespült wurde. So beschreibt es David Montgomery in seinem eindrucksvolllen Buch »Dreck«. Antiken Hochkulturen erging es nicht besser. Ob Sumer, Griechenland, Rom oder Karthago – irgendwann gab die Erde im eigenen Land nichts mehr her, man lebte von Kolonien, und dann dauerte es nicht mehr lange, bis die Großmächte kollabierten. Immer dann, wenn dem Boden großflächig Hochleistungserträge abgetrotzt wurden, pflügten sich die Kulturen ihr Grab. Nur wenn Kleinbäuerinnen und -bauern für ihre Subsistenz und einen angemessenen Überschuss gärtnernd und ackernd ihre Felder und Weiden pflegten, ging es eine Weile lang gut. Gehört eine lebensfreundliche Zukunft also der kleinbäuerlichen Landwirtschaft?
Weiterlesen bei «oya»:
http://www.oya-online.de/article/read/572-Alles_gut_genaehrt.html
Druckversion

















