Argentinien: Gesundheitskrise durch herbizidintensive Sojaproduktion
In Argentinien ist das Leben auf dem Land eine gesundheitsgefährliche Angelegenheit geworden. Dies gilt vor allem für die Regionen, in denen das Hauptexportgut Soja in großem Stil angebaut wird. Dort fürchten sich die Menschen vor Krankheit und Tod, die die monokulturelle Landwirtschaft in Form von Pestiziden mit sich bringt.
Soja wächst inzwischen auf 55 Prozent des argentinischen Agrarlands. In der zentralen Provinz Córdoba sogar auf 80 Prozent. 200 Millionen Liter Glyphosat werden jährlich auf den Feldern versprüht, die 48 Millionen Tonnen Soja für den Export nach China und Indien hervorbringen. Das Unkrautvernichtungsmittel bewirkt eine gesundheitliche Katastrophe, wie der jüngste Bericht der Nichtregierungsorganisation 'Grupo de Reflexión Rural' (GRR) belegt.
Krebs in jungen Jahren, Missbildungen, Autoimmunkrankheiten wie Lupus, Nierenleiden, Atemwegs- und Hautkrankheiten sind in Dutzenden Ortschaften des südamerikanischen Landes auf dem Vormarsch. Das Problem sei gravierend, sagt die Landwirtin Alida Gallardo, die in Trenque Lauquen in der Provinz Buenos Aires im mittleren Osten organischen Landbau betreibt.
Quelle: Inter-Press Service
Weiterlesen (kostenpflichtig):
http://www.ipseuropa.org/news/news.php?key1=2009-03-05%2014:44:29&key2=1
Druckversion
















