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Zeitpunkt 119, Mai/Juni 2012
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Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 2012. 80 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.

Endlich wieder erhältlich




P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Aus dem Leben eines Rebellen

Auch im Alter von 76 Jahren jettet Jean Ziegler noch um die Welt. Rastlos prangert der nunmehrige Vizepräsident des Beratenden Ausschusses der Menschenrechtskommission der UNO den Skandal des Welthungers an. In einem Interview zu seinem 75. Geburtstag wies er es weit von sich, nun »weise« werden zu wollen. Im Gegenteil, seine Verve in Diskussionen mit Gegenspielern und seine Geduld sind ungebrochen.


Von: Hans Peter Gansner


Wenn er unfair angegriffen wird, zieht er höchstens einmal eine Augenbraue hoch oder rückt die riesige, an Frischs und Dürrenmatts Augengläser erinnernde Brille zurecht. »Monsieur Teflon« hat man ihn auch schon genannt, weil ihn nichts aus der Ruhe bringen kann, er selbst aber die Unruhe einer Schweizer Uhr selber ist.

 

Jürg Wegelin war bestimmt eine gute Wahl für die erste Biografie über Jean Ziegler, der eigentlich Hans Ziegler heißt. Es war Simone de Beauvoir, die in Paris seinen ersten Beitrag für die Zeitschrift »Temps Modernes« mit »Jean« unterzeichnen ließ. Ziegler ist nach Roger Federer der berühmteste Schweizer.

 

Wegelin, der mit einer Biografie über Nicolas Hayek bekannt geworden ist (»Mister Swatch«), war viele Jahre für die Schweizerische Depeschenagentur tätig, dann als Ressortleiter bei der Schweizer Hauptstadtzeitung »Der Bund« und bei der »Handelszeitung« angestellt, und wurde dann zum Bundeshauskorrespondenten bei der Wirtschaftspostille »Cash« ernannt. Wegelin bemerkt: »Für die einen ist Ziegler ein mutiger Kämpfer für eine bessere, von Hunger und Armut befreite Welt. Für die andern ist er ein Querulant und Nestbeschmutzer, der das Image der Schweiz im Ausland nachhaltig beschädigt.«

 

Weiterlesen unter: www.neues-deutschland.de

 

Donnerstag, 15. Dezember 2011

 


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