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Zeitpunkt 119, Mai/Juni 2012
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P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
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Bauern machen Druck

Am Freitag soll in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito der fünfte Kongreß der Lateinamerikanischen Koordination der Campesinoorganisationen (CLOC) beginnen. Ob die aktuelle Situation in Ecuador nach dem Putschversuch in der vergangenen Woche ein solches Zusammentreffen der lateinamerikanischen Landbevölkerung erlaubt, ist derzeit allerdings nicht absehbar.


Von: Laura Zierke und Laura Mc Quiddy


Schwerpunkte der Analysen und Diskussionen der Konferenz sollen der Klimawandel aus kleinbäuerlicher Perspektive, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch transnationale Unternehmen, die Ernährungssouveränität sowie die ländliche Entwicklung aus Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit sein. Darüber hinaus wollen die Teilnehmer Strategien für ein Fortbestehen der bäuerlichen Landwirtschaft und für eine Durchsetzung von Agrarreformen entwickelt werden.

 

Die CLOC wurde 1994 gegründet und umfaßt 84 Bauern-, Indigenen-, Frauen- und Jugendorganisationen aus 18 lateinamerikanischen Ländern. Ihr gemeinsames Ziel ist es, jenseits neoliberaler Politik einen autonomen Weg zu beschreiten und eigene Handlungsspielräume zu schaffen. Auf regierungspolitischer Ebene war die Arbeit der Koordination bereits erfolgreich. So fand das von den Campesinoorganisationen fokussierte Thema der Ernährungssouveränität Eingang in den politischen Diskurs mehrerer lateinamerikanischer Regierungen. Trotzdem haben die Teilnehmer aus Zentralamerika für den diesjährigen Kongreß angekündigt, die Regierungen für deren Agrarpolitik zu rügen. So kritisiert Fausto Torres, der Sprecher der Landarbeitervereinigung Nicaraguas, die derzeitigen Formen der Bodennutzung in Mittelamerika. Anbauflächen, auf denen Nahrungsmittel geerntet werden könnten, um den Hunger in der Region zu bekämpfen, würden für Bergbau, Stauseen und den Anbau von Monokulturen genutzt, so Torres. An dem Gewinn, die die Bodenschätze abwerfen, wird die regionale Bevölkerung nicht beteiligt. Was bleibt, sind vergiftete Gewässer, ausgelaugte Böden und öde Landschaften, wodurch die Landbevölkerung oftmals gezwungen ist, in die Städte zu migrieren.

 

Ganzer Artikel lesen: www.jungewelt.de

 

Dienstag, 05. Oktober 2010

 


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