Baustart für Ethanol-Pipeline in Brasilien
Megaleitung soll Treibstoff für 420 Millionen Pkw-Tankfüllungen jährlich befördern. Agrartreibstoffe sorgen weiter für Kritik
In Anwesenheit des scheidenden Präsidenten Luiz Inácio "Lula" da Silva wurde am Dienstag in Brasilien der erste Spatenstich für eine gigantische Pipeline gelegt, die mittelfristig die größte Ethanol produzierende Region Brasiliens, die Bundesstaaten Matto Grosso und Goiás im zentralen Mittelwesten des Landes, mit den Ballungszentren São Paulo und Rio de Janeiro verbinden soll. Das umgerechnet 2,4 Milliarden Euro teure Bauvorhaben soll bei Fertigstellung 21 Millionen Kubikmeter Ethanol pro Jahr über rund 1000 Kilometer transportieren. Das nun begonnene Teilstück zwischen Ribeirão Preto und Paulínia mit 202 Kilometern Länge soll Mitte 2012 fertig sein.
Brasilianisches Zuckerrohr gilt auf den Weltmärkten als wirtschaftlich konkurrenzfähiger als entsprechende Produkte aus anderen Staaten. Allerdings führen die brasilianischen Zuckerrohrfirmen seit Jahren unter anderem eine Negativliste zu Sklavenarbeit an, die von der Nichtregierungsorganisation Repórter Brasil in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation und dem Institut Ethos herausgegeben wird.
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