Bilderberger: Machtelite hält dicht
Bilderberg-Treffen in Spanien: Die Linke stellt Bundesregierung Fragen zur Geheimkonferenz. SPD-Politiker Olaf Scholz unterwirft sich Schweigepakt.
Das Hotel ist wieder für normale Touristen zugängig, die Straßensperren sind verschwunden, und auch die Polizeikräfte können sich wieder um das gewöhnliche Verbrechen kümmern. Am vergangenen Sonntag endete das diesjährige Bilderberg-Treffen. Es waren die Weltenlenker und Finanzfürsten, die zusammen mit anderen einflußreichen Persönlichkeiten im spanischen Städtchen Sitges, gut 40 Kilometer von Barcelona entfernt, zu einer Geheimkonferenz zusammenkamen. Unter schwerer Bewachung nahm die Tagung vom 3. bis 6. Juni ihren Lauf, doch worüber sich beispielsweise der deutsche Sozial demokrat Olaf Scholz mit dem US-Bankier David Rockefeller und dem griechischen Finanzminister George Papaconstantinou austauschte, das bleibt für die Öffentlichkeit ein Geheimnis. Die gut 130 handverlesenen Teilnehmer der diesjährigen Bilderberg-Konferenz (siehe Spalte rechts) haben, genauso wie die in den mehr als 50 Jahren zuvor, einen Schweigepakt akzeptiert. Was bei der Zusammenkunft besprochen wird, soll nicht nach außen dringen.
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