Biotech-Firmen vor Insolvenzwelle
Auf die Biotechnologie-Branche rollt eine Insolvenzwelle zu. Allein in Europa ist ein Fünftel der kleineren Biotech-Firmen aufgrund des ausgetrockneten Kapitalflusses durch Investoren akut gefährdet. Wie die französische Forschungsgruppe Alcimed im Auftrag des Biopharma-Lobbyverbands EBE aufzeigt, könnten dadurch allein 2009 bis zu 20.000 Arbeitsplätze hoch qualifizierter Mitarbeiter verloren gehen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen fühle sich in ihrer Existenz bedroht. Die Biotech-Industrie steht zwar auch in den USA vor deutlichen Einschnitten, die hauptsächlich auf den hohen Konsolidierungsdruck durch größere Konzerne zurückzuführen sind. Dadurch sei es für kleinere Unternehmen zunehmend schwieriger, Mittelzuflüsse von Investoren zu erhalten. Allerdings habe der Sektor in Europa in den meisten Fällen das zusätzliche Problem, noch nicht über marktreife Produkte zu verfügen, mit denen eigenständige Umsätze generiert werden könnten.
Europaweit benötigt die Biotech-Branche Alcimed zufolge frisches Kapital im Umfang von zumindest zwei Mrd. Euro. Damit müsse vorerst der Betrieb in Forschung und Entwicklung aufrecht erhalten werden, um in weiterer Folge eigene Produkte auf den Markt zu bringen und Gewinne zu erwirtschaften.
Quelle: pressetext.deutschland
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http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=090317026
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