Chromosome vererben elterlichen Stress an Kinder
Mutierte Fruchtfliegen haben geholfen eines der größten Rätsel der Genetik zu lösen: Wie Stress durch Unterernährung oder Drogensucht an Kinder und Enkel weitergegeben wird. Das Team um Shunsuke Ishii vom Riken Tsukuba Institute hat erstmals eine Erklärung für diesen epigentischen Vorgang gefunden.
Es wird angenommen, dass Stress zu epigenetischen Veränderungen führen kann, die zwar nicht die DNA-Sequenz selbst beeinflussen, aber genetische Markierungen auf den Genen hinterlassen, die festlegen, wie aktiv sie sind.
Stress wird vererbt
Frühere Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Nachkommen von Mäusen, die zwei Wochen nach der Geburt gestresst waren, Anzeichen von Depression und Angst zeigen, berichtet der NewScientist. Zusätzlich gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass Krankheiten wie Diabetes, Fettsucht, Geisteskrankheiten und sogar Angst die Folge des Stresses sein können, dem Eltern oder Großeltern ausgesetzt waren.
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