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Das erste Gemüse wird geerntet

Aktionstag beim gemeinschaftlichen Gemüseprojekt „radiesli“ in Worb am 16. Juni


Von: Renate Fahrni


Die ersten Taschen mit Gemüse werden ausgeliefert.

Die ersten Taschen mit Gemüse werden ausgeliefert.

Nach grosser Kälte, grosser Trockenheit und schliesslich grosser Nässe ist es nun soweit: Auf dem Feld des gemeinschaftlichen Gemüseprojekts „radiesli“ in Worb können in diesen Tagen die ersten Salate geschnitten und an die Mitglieder verteilt werden. An mehreren Aktionstagen, an denen alle Mitglieder tatkräftig anpackten, wurden in den letzten Wochen Beete vorbereitet, Hunderte von Jungpflanzen gesetzt und ein Stallgebäude zweckmässig eingerichtet. Seit Ende April steht zudem ein grosser Folientunnel neben dem Feld, in dem die wärmeliebenden Pflanzen heranwachsen. Die Organisation der Feldarbeit mittels einer Plattform auf der Website von radiesli.org stellt sich dabei als praktisch und effizient heraus.

 

 

Seit der Gründung im Oktober 2011 hat die Gemüseanbau-Initiative radiesli stetigen Zulauf verzeichnen können, zur Zeit sind bereits rund 70 Mitglieder dabei. Bewusst wollen die InitiantInnen die Grenze zwischen Produktion und Konsum auflösen: Wer bei radiesli mitmacht, erhält für rund 25 Franken pro Woche eine Tasche frischestes Gemüse geliefert, hilft aber auch an mindestens acht Halbtagen pro Jahr auf dem Feld bei Worb mit und unterstützt die beiden erfahrenen Gemüsegärtnerinnen bei der Arbeit. Vorbereitet ist der Anbau von 45 Gemüsen (120 Sorten), davon 25 Sorten von pro specie rara. An den regelmässig stattfindenden Aktionstagen auf dem Feld sind Interessierte jederzeit willkommen. Der nächste Anlass findet am Samstag, 16. Juni statt.

 

«radiesli» hat die Rechtsform eines Vereins und bewirtschaftet seit dem Januar 2012 ein Feld in der Grösse eines Fussballfeldes im Worbboden bei Worb. Dort wird für die Mitglieder Gemüse nach biologischen Grundsätzen angebaut; verteilt wird es ein bis zwei Mal wöchentlich in verschiedene Depots von Worb bis Bern. Die Initiative ermöglicht den direkten Bezug zum Gemüseanbau; das Projekt ist überschaubar, transparent und nachhaltig. Wichtig ist auch der soziale Aspekt: Durch die gemeinsame Verantwortung entstehen Kontakte und ein †bungsfeld für Selbstverwaltung und Mitbestimmung.

 

Weitere Informationen:

Renate Fahrni, 031 832 58 26, 076 397 65 47, renate.fahrni@lorraine.ch

Marion Salzmann 031 839 67 10, 078 806 01 18, millacker@gmx.ch

www.radiesli.org

 

 

Freitag, 01. Juni 2012

 


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