Das Zeitalter der Dummheit – ein zweiter Blick
Was kann ein Film gegen den Klimawandel bewirken? Soll er Konsumenten aufklären oder mit allen Mitteln wachrütteln, um sie zum Handeln zu bewegen? Regisseurin Franny Armstrong wählt mit ihrer Dokumentation aus der Zukunft, „The Age of Stupid“, einen Mittelweg. Eindrücke zur deutschen Kinopremiere.
Die Ölpest im Golf von Mexiko ist eine tägliche Mahnung: Mit der Ausbeutung von nichterneuerbaren Ressourcen als Energiequelle kann es so nicht weitergehen. Dabei sind die deutlich sichtbaren Gefahren der Tiefseebohrung lediglich ein Aspekt des Problems. Klimafreundliche Alternativen zu den knappen fossilen Brennstoffen werden nötiger denn je. Zugleich muss noch stärker am Energieverbrauch gespart werden. „Warum tun wir nichts?“ – so fragt die deutsche Version von Franny Armstrongs Klimawandel-Dokudrama „The Age of Stupid“ gleich im Titel. Die Frage lässt sich auf zwei Arten verstehen: Einerseits wird hier nach den Gründen für die große Tatenlosigkeit im Angesicht globaler Bedrohungen gefragt, andererseits kann man das Warum auch rhetorisch verstehen, als Imperativ mit empörtem Fragezeichen: Tut endlich was!
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