Der globale Wandel zur Verbundenheit
Dass wir gegenwärtig eine Phase der Umwälzung erleben, ist inzwischen hinreichend bekannt. Aber nur die wenigsten sind sich über deren wirkliche Tragweite im Klaren. Tatsächlich befinden wir uns inmitten eines epochalen Wandels. Unsere Welt erfährt eine vollständige Umgestaltung.
Eine globale Kultur ist im Entstehen begriffen, in der die unterschiedlichsten gesellschaftlichen und weltanschaulichen Systeme aufeinanderprallen. Traditionen, Überzeugungen, Werte, Sitten und Bräuche relativieren sich. Eingefahrene Strukturen erweisen sich zunehmend als einschränkend und schreien nach Erneuerung.
"Wir leben in einer alles entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre, um unsere Lebensweise zu ändern... Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen..." (Yann Arthus-Bertrand, Regisseur des Films HOME)
Der ungehinderte Austausch von Informationen hat zu rasanten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie geführt. Dabei kam es zu solch einer Beschleunigung des soziokulturellen und wirtschaftlichen Wachstumsprozesses, dass dieser schließlich ausuferte. Die Verhältnisse auf der Erde sind ungesund geworden, lebensfeindlich. Sie sind aus der Balance geraten. Einseitig materialistisch, mechanistisch, rationalistisch und patriarchalisch eingestellt, haben wir uns von der Innenwelt und damit von einer Ethik abgeschnitten, die dem Leben dient, anstatt ihm schadet. Durch unser trennendes Weltbild - „ich hier und dort der Rest der Welt" - sind wir Opfer unseres eigenen Egoismus geworden. Die Natur lässt sich nicht alles gefallen. Wenn wir nicht bald unseren Lebensstil ändern, wird der Bumerang gnadenlos auf uns zurückschlagen.
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