Der Norden feiert, der Süden hat den Kater
Für die Weltwirtschaftskrise gilt wie für den Klimawandel: Obgleich die armen Länder so gut wie gar nichts dazu beigetragen haben, stehen sie ungewollt in der ersten Reihe, wenn es an das Zahlen der Zeche geht.
60 Länder sind kritisch verschuldet, besagt der vor wenigen Tagen veröffentlichte Schuldenreport 2010, der von den Nichtregierungsorganisationen Kindernothilfe und von Erlassjahr.de gemeinsam herausgegeben wird. 2009 waren «nur» 18 Staaten in einer ähnlich kritischen Lage. Es ist eindeutig: Die globale Krise bedeutet nach der relativen Entspannung in der Boomphase nach der Ostasienkrise 1998 einen schweren Rückschlag für den Süden. Die Tendenz zeigt seitdem nach unten: bei den Rücküberweisungen der Migranten in ihre Heimatländer, bei den Exporten aus dem Süden, bei den Investitionen im Süden und bei den Mitteln der Entwicklungshilfe.
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http://www.neues-deutschland.de/artikel/166135.sueden-beim-zahlen-in-der-ersten-reihe.html
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