Deutschland: 61’353 Euro Schulden pro Beschäftigten
Deutschlands Staatsschulden erklommen im abgelaufenen Jahr mit 1,7 Billionen Euro einen neuen einsamen Rekord. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 113 Mrd Euro (+7,1 %), der höchste seit Bestehen der Bundesrepublik, wenn man von dem durch Sondereffekte der Wiedervereinigung von 1995 absieht (Abb. 14158). Allein die jährliche Zinslast entspricht bei 3 % etwa 1.840 Euro für jeden versicherungspflichtig Beschäftigten. Die Zinsen werden von denen kassiert, die Geld zum Anlegen haben.
Wenn man die Verschuldung auf die Zahl der Einkommenssteuerzahler bezieht, die am Ende weitestgehend mit ihrer Steuer für die Staatsschuld aufkommen werden, so sind das 27,5 Mio sozialversicherungsplichtig Beschäftigte (unterhalb der Sozialversicherungspflicht werden so gut wie keine Steuern gezahlt), 1,25 Mio Beamte und 4,3 Mio Selbständige (ohne Hartz-IV-Aufstocker, aber mit mitarbeitenden Familienangehörigen, die nicht getrennt werden, obwohl viele sehr wenig Steuern zahlen werden). Pro Kopf ergibt das dann 51.153 Euro.
Das wird ungemütlich, auch weil die Bevölkerung im erwerbstätigen Alter, die mit ihren Steuern die Schulden finanzieren muß, in den kommenden Jahrzehnten erheblich zurückgehen wird.
Dieser Text stammt aus dem lesenswerten Infoportal von Joachim Jahnke:
Joachim Jahnke: Die zweite Grosse Depression - wo die Krise herkommt – wo sie hinführt – was tun? Shaker-media, 2009. 180 S. 94 Abb. € 14.95
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