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P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Die Bauern sterben in ihrer Ecke

Ein französischer Bauer zieht gegen Monsanto vor Gericht und erhebt seine Sache zu einem Musterprozess für Kollegen, die ihre Gesundheit durch den Gebrauch von chemischen Produkten schädigen


Von: Thomas Pany


In Kanada wurde das Herbizid Lasso, ein Produkt des Agrarkonzerns Monsanto, bereits 1985 verboten, in Belgien 1990, in Großbritannien 1992, in Frankreich aber erst 2007. Im Frühjahr 2004 fiel ein französischer Getreidebauer beim Reinigen eines von der April-Sonne beschienenen Sprühtanks, der mit Lasso gefüllt gewesen war, in eine schwere Ohnmacht, die von einem Gedächtnisverlust begleitet war. An den weiteren Folgeschäden dieses Unfalls, der mehrere Krankenhausaufenthalte mit sich brachte, leidet er noch heute. Seit gestern wird seine Klage gegen den französischen Ableger des US-Agrarkonzern vor einem Zivilgericht in Lyon verhandelt.

 

Die Klage sei eine "Premiere im französischen Umweltrecht", teilt der Anwalt des Getreidebauers den Medien mit. Auch wenn sich der Konzern darauf berufe, dass das Herbizid Lasso 2004 in Frankreich zugelassen war, sei der Produzent doch damit nicht seiner Verantwortung enthoben. Gemeint ist damit, dass Monsanto über die gesundheitlichen Gefahren von Lasso hätte aufklären sollen. Er sei nicht genügend über die Risiken des Unkrautvertilgungsmittels informiert gewesen, klagt der Bauer.

Für ihn handelt es sich um eine Art Musterklage; er klagt im Namen seiner Berufskollegen und es geht ihm dabei um's Prinzip: Um eine bessere Landwirtschaft, die ein bestimmtes Tempo, das mit intensiven Einsatz von chemischen Hilfen einhergeht, nicht mitmacht. Um mehr Umweltbewusstsein und um ein Bewusstsein dafür, was die Bauern ihrer eigenen Gesundheit antun.

 

Weiterlesen unter: www.telepolis.de

 

Dienstag, 13. Dezember 2011

 


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