Die Gesellschaft ohne Wachstum
Eine Zukunft ohne Wirtschaftswachstum? Das liest sich wie Science-Fiction. Doch im Hinblick auf die dynamische Wirtschaftslage hätte eine vom Wachstum unabhängige Gesellschaft durchaus ihren Reiz. Die Ökonominnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt suchen nach Entwicklungsmöglichkeiten für eine solche Gesellschaft.
Ohne Wirtschaftswachstum auskommen und trotzdem gut leben: Die beiden Ökonominnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt suchen Wege zu einer Gesellschaft, in der das möglich wird. In ihrem Buch «Postwachstumsgesellschaft. Konzepte für die Zukunft» zeigen sie Probleme in unserer Gesellschaft auf und geben Denkanstösse für eine unabhängige Lebensform. Denn Politik und Wirtschaft halten nach wie vor am Wirtschaftswachstum fest.
Eine mögliche Erklärung dafür sehen die beiden Forscherinnen in den zentralen Gesellschafts-, Politik und Wirtschaftsbereichen sowie Institutionen: Diese sind heute so gestaltet, dass sie auf ständiges Wachstum angewiesen sind. Könnten diese Bereiche umgestaltet werden, würde auch der Übergang zu einer Postwachstumsgesellschaft möglich. Seidl erklärt: «Wir wollen Impulse für Erforschung, Entwicklung und Praxis wachstumsunabhängiger Strukturen geben.» Ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das sich ernsthaft auf eine nachhaltige Entwicklung ausrichtet, könne nicht auf stetem Wachstum beruhen.
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