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Sie sah, was die Messgeräte verkannten




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Der lebt, was er denkt, und tut, was er sagt




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Ein Buch, das die Schweiz verändert




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Die Klimagipfel-Truman-Show

Über den journalistischen Blackout bezüglich der Klimakonferenz


Von: David Goeßmann


«Grüner wird’s nicht» (Taz), «Für die Menschheit» (SZ), das «Wunder

von Paris» oder »Historischer Weltklimavertrag» (Spiegel Online)

lauten die Schlagzeilen nach dem Klimadeal in Paris. Wir sahen in der

Tagesschau einen mit den Tränen kämpfenden Laurent Fabius, französischer

Außenminister und COP-21-Präsident, eine innerlich bewegte deutsche

Umweltministerin oder einen jubelnden Klimavorkämpfer wie Al Gore. Der

Produzent des Dokumentarfilms «Eine unangenehme Wahrheit» klatschte

ergriffen in der ersten Reihe dem Abkommen zu, perfekt inszeniert für die

Fernsehkameras. Der Saal der Delegierten aus fast 200 Staaten schien in

einen kollektiven Taumel zu verfallen und mit ihm die komplette

Medienöffentlichkeit, die den «historischen Moment» dann jedoch schnell ad

acta legte und aus den Nachrichten verdrängte. Der Polit-Zirkus hat

geliefert, die Presse kann sich anderen Dingen zuwenden.

 

Dass die Mächtigen in Paris eine PR-Show inszenieren, war erwartbar. Der

journalistische Blackout und die Schamlosigkeit der medialen Propaganda um den UN-Klimagipfel ist jedoch selbst für einen langjährigen Medienbeobachter ein Schock. Wäre es nicht zu pathetisch, würde ich mich beim Publikum für meine Zunft entschuldigen. Betrug ist ein hartes Wort, aber so ist es nun einmal. Während die Presse munter die Ergebnisse der Erwärmungsszenarien des Paris-Deals manipulieren und den Phantasiewelten vom zukünftigen "Umsteuern" der selbsterklärten «Klimaretter» folgen, wollen auch einige Umweltverbände mit butterweichen Statements die Show nicht weiter stören. Willkommen in der Klimagipfel-Truman-Show.

 

Man kann die Augen vor der Realität verschließen, aber dadurch verschwindet sie nicht. Die sogenannten «Intended Nationally Determined Contributions»  (INDCs), also die unverbindlichen Absichtserklärungen der Länder über ihre Emissionsreduktionen beim Pariser Klimagipfel, werden, unter der

Voraussetzung, dass alle erreicht werden, den Planeten um 3 bis 4 Grad

erwärmen. Das ist der Durchschnitt einer Reihe von klimawissenschaftlichen

Berechnungen zu den INDCs. «Die versprochenen Emissionsreduktionen der

Länder sind vollkommen unzureichend», sagt Corinne Le Quere von der

University of East Anglia, die die globalen Emissionen berechnet. Da hilft

auch kein Nachbessern später, wie es im Paris-Abkommen vorgesehen ist - ein

«Mechanismus», der mit glänzenden Augen von der Presse goutiert wurde. «Es

ist zu spät, wenn wir bis 2020 warten», so Klimawissenschaftler Kevin

Anderson, Co-Direktor des renommierten «Tyndall Centre for Climate Change

Research» in Großbritannien. «Wir haben nur noch ein sehr kleines

Zeitfenster.»

 

Die unangenehme Wahrheit des britischen Klimawissenschaftlers ist: EU, USA, Japan, Kanada, Australien und Co. müssten bis spätestens 2035 komplett dekarbonisiert sein, also keine Treibhausgase mehr ausstoßen, um die

Erwärmung auf 2 Grad zu beschränken. Es bräuchte einer «wahrhaften

Weltrevolution», so Piers Forster der «University of Leeds». «Selbst der

internationale Flugverkehr und die Schifffahrt, die nicht in den Bericht

aufgenommen wurden, müssten in den nächsten Jahren angegangen werden.»

 

Hier können Sie den ganzen Text lesen.

www.kontext-tv.de/node/502

 

 

 

 

 

Dienstag, 22. Dezember 2015

 


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