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Zeitpunkt 119, Mai/Juni 2012
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Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 2012. 80 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.

Endlich wieder erhältlich




P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Die letzte Blase platzt

Nach vorübergehender Stabilisierung der Finanzmärkte durch staatliche Verschuldung auf denselben steht das Weltfinanzsystem vor dem Zusammenbruch.


Von: Mathias


Droht eine neue Bankenkrise, die ähnliche Schockwellen auslösen könnte, wie sie die Finanzwelt infolge der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 erschütterten? Ausgerechnet Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnte bereits im September, daß die gegenwärtige Lage auf dem Finanzsektor gewisse Ähnlichkeiten zur Konstellation kurz vor Ausbruch der Finanzkrise aufweise. Am 12. Oktober schlug der scheidende Vorsitzende der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, Alarm, als er von einer Krise mit »systemischer Dimension« sprach. Am Folgetag räumte Trichet in einem Interview der Financial Times ein, die EZB habe inzwischen »das Limit« dessen erreicht, was sie an Antikrisenmaßnahmen aufbieten könne.

 

Bis Ende Oktober wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy ein umfassendes Krisenkonzept vorlegen, in dessen Rahmen die angeschlagene Finanzbranche mit Milliardenbeträgen »gestützt« werden soll. Etliche Geldhäuser – allen voran die Deutsche Bank – wehren sich bereits gegen die angedrohten »Zwangskapitalisierungen« (FTD), bei denen der Staat eine Aufstockung des Bankkapitals vornähme, da hierdurch der staatliche Einfluß auf die Institute stiege. Auf den Steuerzahler dürften erneut gigantische Belastungen zukommen: Christine Lagarde, seit kurzem Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), schätzte kürzlich den Kapitalbedarf des europäi schen Finanzsektors auf 200 Milliarden Euro. Dessen dünne Kapitaldecke ist auch den Ratingagenturen nicht entgangen: Deren angedrohte und bereits vollzogene Bonitätsabstufungen haben zu massiven Kursverlusten geführt und etliche Banken weiter unter Druck gesetzt.

 

Weiterlesen auf: www.streifzuege.org

 

Donnerstag, 20. Oktober 2011

 


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