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Zeitpunkt 119, Mai/Juni 2012
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Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 2012. 80 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.

Endlich wieder erhältlich




P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Die Reichen bewahren und die Wirtschaft verlieren

Die Wirtschaftspolitik in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa hat versagt und die Menschen müssen dafür bezahlen.


Von: Paul Craig Roberts


Die Wirtschaftspolitik hat aus drei Gründen versagt:

 

1. die Politiker stellten sich darauf ein, den Konzernen die Abwanderung von Mittelklassejobs zu ermöglichen, und damit Nachfrage der Konsumenten, Steueraufkommen, Bruttoinlandsprodukt und berufliche Möglichkeiten, die mit diesen Jobs zusammenhingen, in andere Länder zu verlagern, zum Beispiel nach China und Indien, wo die Arbeitskräfte billig sind;

 

2. die Politiker erlaubten die finanzielle Deregulierung, welche Betrug und Verschuldung in einem Ausmaß erlaubte, das bis dato unvorstellbar war;

 

3. die Politiker reagierten auf die daraus resultierende Finanzkrise mit gegen die Bevölkerung gerichteten Sparmaßnahmen und mit dem Druck von Banknoten, um die Banken freizukaufen und sie vor Verlusten zu beschützen, egal mit welchen Kosten das für die nationalen Wirtschaften und unschuldige Beteiligte verbunden war.

 

Die Auslagerung von Arbeitsplätzen wurde möglich, weil der Zusammenbruch der Sowjetunion dazu führte, dass China und Indien ihre riesigen Potentiale von Arbeitskräften der westlichen Ausbeutung zugänglich machten. Unter dem Druck von Wall Street nach höheren Profiten verlegten amerikanische Konzerne ihre Produktiosstätten ins Ausland. Ausländische Arbeit, die mit westlichem Kapital, Technologie und geschäftlichem Know How arbeitet, ist gleich produktiv wie die Arbeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Überschuss an Arbeitskräften (und niedrigere Lebensstandards) bedeuten, dass indische und chinesische Arbeitskräfte weniger kosten als der Arbeitskostenanteil am Gesamtwert der Produkte. Die Differenz fließt in die Gewinne und bringt Kapitalgewinne für die Aktienbesitzer und Leistungsboni für die Vorstände.

 

 

In der Manufacturing and Technology News vom 20. September 2011 wird berichtet, dass die vierteljährliche Erhebung von Beschäftigung und Arbeitseinkommen ergibt, dass in den vergangenen zehn Jahren die Vereinigten Staaten von Amerika 54.621 Fabriken verloren haben und die Beschäftigung in der Produktion um fünf Millionen Arbeitnehmer gesunken ist. Im Lauf des Jahrzehnts ging die Zahl der größeren Fabriken (1.000 oder mehr Beschäftigte) um 40% zurück. Die Fabriken in den Vereinigten Staaten von Amerika mit 500-1.000 Beschäftigten gingen um 44%, die mit 250-500 Arbeitern um 37% und die mit 100-250 Arbeitern um 30% zurück.  

 

Weiterlesen auf: www.zmag.de

 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

 


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