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P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Die Signatur der Sphären

In den Bewegungen der Planeten unseres Sonnensystems liegen urbildhafte geometrische Formen und heilige Symbole verborgen. Diese aufgefundenen Archetypen strahlen etwas aus, das uns unmittelbar im Inneren berühren kann. In einer Zeit, in der die Menschheit die Grundlagen ihrer eigenen Existenz angreift, können sie die Gewissheit vermitteln, dass wir trotz aller Wirrnisse auf diesem Planeten in eine kosmische Ordnung voller Harmonie und Schönheit hineingestellt sind.


Von: Hartmut Warm


Die Vorstellung von einem harmonisch geordneten Kosmos durchzieht die Geistesgeschichte der Menschheit seit mehreren Jahrtausenden. Pythagoras vermochte der Legende nach, die „Sphärenmusik" zu erlauschen; seine Entdeckung, dass konsonante musikalische Intervalle einfachen Zahlenverhältnissen entsprechen, wurde u.a. von Platon auf die antiken Modelle vom Aufbau des Kosmos übertragen. Zu Beginn der wissenschaftlich orientierten Neuzeit brachte Johannes Kepler neue Impulse in die alten intuitiven Vorstellungen; er war es, der allen moderneren Gedanken zur Sphärenharmonie das Fundament gegeben hat. Mit Hilfe der von ihm entdeckten Planetengesetze versuchte er zu belegen, dass in den Bewegungen der Planeten Verhältnisse herrschen, die denen musikalischer Intervalle entsprechen. Das umfassende Ziel seiner „Harmonice Mundi" (Weltharmonik) aus dem Jahre 1618 bestand darin nachzuweisen, dass die Grundlagen von Geometrie, musikalischer Harmonie und Astronomie im wesentlichen eins sind oder, anders formuliert, die unterschiedlichen Seinsbereiche von den gleichen schöpferischen Prinzipien durchwirkt werden. Das, was „die Welt im Innersten zusammenhält", sind für Kepler letztlich geometrische Urbilder: göttliche Gedanken, die dem Aufbau der Musik und des Kosmos zu Grunde liegen. In der menschlichen Seele sind sie ebenfalls als Archetypen verankert, wodurch es uns erst möglich wird, die Harmonie in den verschiedenen Bereichen zu erkennen und miteinander in Beziehung zu setzen.

 

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Donnerstag, 15. Juli 2010

 


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