Drohendes Ende eines Berufsstandes
Freie Hebammen können sich ihre Arbeit bald nicht mehr leisten. Nun wird protestiert – auch für die Wahlfreiheit von Frauen
Eine Frau ist schwanger. Wo wird sie ihr Kind zur Welt bringen – im Kreisssaal eines Krankenhauses, in einem Geburtshaus oder zu Hause? Ob diese Möglichkeiten auch künftig zur Verfügung stehen, hängt von der Bundesregierung ab. Denn für Hebammen könnte es bald zu teuer werden, sich auf das Risiko Geburt einzulassen: die Haftpflichtprämie, die für jede selbstständige Geburtshelferin Pflicht ist, soll zum 1. Juli 2010 eklatant erhöht werden. Wenn sich Hebammen Geburten nicht mehr leisten können, wirkt sich das auf Geburtshäuser und kleine Kliniken aus, die häufig freiberufliche Geburtshelferinnen beschäftigen – und es betrifft auch Frauen, die sich für eine Hausgeburt entschieden haben.
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