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Neu erschienen




Leila Dregger, Frau-Sein allein genügt nicht. Mein Weg als Aktivitistin für Frieden und Liebe, edition Zeitpunkt 2017, ca. 180 S., CHF 19.- / Euro 17.-

 

Geld: die schärfste Analyse auf dem Buchmarkt




Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. edition Zeitpunkt, 2015. 248 S., Fr. 23.–/€ 21.–.

 

Sie sah, was die Messgeräte verkannten




Cornelia Hesse-Honegger: Die Macht der schwachen Strahlung - was uns die Atomindustrie verschweigt. edition Zeitpunkt, 2016. 232 S., Fr. 29.-/€ 26.-.

 

Der lebt, was er denkt, und tut, was er sagt




Erwin Jakob Schatzmann: unverblümt – aphoristische Denkprosa. edition Zeitpunkt, 2015. 148 Seiten, mit 13 ganzseitigen farb. Abb. Geb. Fr. 18.–/€ 16.–.

Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 3. Aufl., 2013. 84 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.


Ein neuer Rüstungswettlauf?

Europa soll militärisch aufrüsten, fordern die USA. Doch ist dies tatsächlich im Interesse der Europäerinnen und Europäer?


Von: Erich Gysling, InfoSperber


© sipri.org

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Der Trumpetenstoss aus Washington, die Nato-Partner sollten gefälligst endlich ihre Eigenverantwortung wahrnehmen, fand an der Münchner Sicherheitskonferenz ein gewaltiges Echo: Ja, sagten viele europäische Regierungschefs und Verteidigungsminister, ja, es sei tatsächlich überfällig, dass der «alte Kontinent» mehr fürs Militär und die Rüstung ausgebe, denn die internationale Lage werde ja immer unsicherer. Niemand kam in den öffentlichen Diskussionen auf die Idee, europäische und US-amerikanische Sicherheitsinteressen gegeneinander abzuwägen – man verglich lediglich Zahlen hinsichtlich Ausgaben einzelner Staaten und allenfalls auch noch pro Einwohner. Wird man mit solchen Zahlenspielen den Realitäten gerecht? Gewiss nicht.

 

In den USA zahlt zwar jeder Bürger, jede Bürgerin pro Jahr 1870 Dollar für Verteidigung und Rüstung – in den anderen Nato-Mitgliedstaaten nur 440 (die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2015, das letzte in dieser Hinsicht voll erfasste Jahr). Jede Russin, jeder Russe «blecht» 470 Dollar.

 

Nur: Die USA, die sich als Welt-Ordnungsmacht verstehen, betreiben rund um den Globus mehr als 700 militärische Stützpunkte. Davon dient wohl nicht einmal die Hälfte den Interessen der anderen 27 Nato-Mitglieder, gewiss nicht die Stützpunkte (plus entsprechende militärische Aktivitäten) in der Pazifik-Region oder im Persischen Golf. Und viele in anderen Weltregionen ebenso wenig. Also darf man wohl problemlos etwa 50 Prozent der US-Militär- und Rüstungsausgaben aus dem Topf des Nato-Allgemeinwohls abziehen.

 

Und schaut man sich alles noch etwas genauer an, kann man feststellen: Viele Systeme, welche europäische Nato-Armeen in Dienst gestellt haben, wurden in den USA fabriziert. Im Klartext: Die dafür investierten Gelder flossen in die amerikanischen Rüstungskonzerne. Die USA exportieren auch am meisten Waffen an «befreundete» Länder (siehe Infosperber «Wer die vielen Waffen für all die Kriege liefert»).

 

Weiterlesen: http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Rustungsausgaben-Nato-USA-Russland

 

Samstag, 04. März 2017

 


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