Eine Chance für die Proteste in Russland?
Nur wenn die «Bewegung gegen Wahlfälschungen» soziale Forderungen aufgreift, wird sie erfolgreich sein, meint Andrej Demidow, Mitglied der «Linken Front».
Wie ist die Haltung der Linken zu der neuen Protestbewegung?
Andrej Demidow: Die Gefühle der Linken sind widersprüchlich. Es gibt Orthodoxe, die wollen nicht in Begeisterung ausbrechen. Sie glauben, dass es sich bei dieser Bewegung um eine Provokation der Macht handelt. Denn sie sehen, dass an der Spitze der Bewegung die Helden der Privatisierung in den 1990er Jahren stehen - wie der ehemalige Vizepremier Boris Nemzow, Ex-Finanzminister Aleksej Kudrin und der ehemalige Ministerpräsident Michail Kasjanow.
Am deutlichsten wurde diese Kritik am 24. Dezember, als der Theater-Regisseur Sergej Kurginjan vor der Moskauer Universität eine alternative Kundgebung durchführte, die sich direkt gegen die neue Protestbewegung richtete. Die Demonstranten sagten: "Wir brauchen keine Perestroika 2, sondern eine neue Sowjetunion."
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http://www.heise.de/tp/artikel/36/36209/1.html
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