Eine Frage der Auslegung
Ein «Kompaktkühler» soll das AKW Mühleberg über die Runden retten. Die Kosten betragen mindestens 50 Millionen Franken, die Bauzeit drei Jahre oder mehr. Die Frage ist nur: Bräuchte es den Millionen-Bau nicht schon heute, um die Sicherheit des Werks zu garantieren?
Dass das AKW Mühleberg noch mindestens zehn Jahre am Netz bleiben soll, daran haben die BKW-Verantwortlichen noch nie Zweifel gelassen. Nun müssen sie aber heute dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) bis heute, 31. August, aufzeigen, wie eine erdbeben- überflutungs- und verstopfungssichere Kühlmittelversorgung für das Notstandsystem SUSAN aussehen könnte. Die Forderung ist eine Konsequenz aus den Ereignissen in Fukushima.
Am Tag vor diesem Stichdatum luden die BKW-Verantwortlichen zur Medienkonferenz und präsentierten Details zu ihrem Vorschlag, den sie schon Ende Juni bei der vorzeitigen Abschaltung des AKWs angetönt hatten. Das Notstandsystem SUSAN, jahrzehntelang als absolut sicher angepriesen, soll mit einem zusätzlichen «Kompaktkühler» ausgestattet werden, welcher die Kühlung mit Luft statt mit Aarewasser sicherstellen soll. Über 50 Millionen Franken soll das Teil kosten; die Bauzeit beträgt nach heutigen Schätzungen rund drei Jahre (womit wir dann, wenn man Planung und Bewilligungsverfahren einrechnet, frühestens 2015 ein «sichereres» AKW Mühleberg hätten).
Weiterlesen auf: http://angelisansichten.ch
Druckversion
















