Eltern geben Gas beim "Hosenscheißer"-Rennen
Eltern mit Hochschulabschluss verwenden immer mehr Zeit für die Karriereförderung ihrer Kinder, selbst wenn sie noch im Grundschulalter sind. Die Gesellschaft muss davon nicht unbedingt profitieren.
Hausaufgabenbetreuung, extra Musikunterricht, Sport: Die Klassiker reichen eigentlich schon, um aus ganz normalen Frauen, deren Kind gerade von der Grundschule ins Gymnasium übergetreten ist, Nervenbündel zu machen, mit denen über nichts mehr zu reden ist, außer über Schulstress und Mutterstunden. Je weiter der eigene, sogenannte Bildungsweg führte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Nachwuchs später zum Projekt wird, an dem mit einer Leidenschaft herumgemodelt wird, die jeden obsessiven Künstler, der jemals in Hollywoodfilmen dargestellt wurde, verblassen lässt. Sind erstmal die Augen dafür geöffnet, so tut sich unter deutschen Oberflächen eine Betriebsamkeit auf, die den Vergleich mit dem emsigen Fleiß nicht scheuen muss, den man derzeit vor allem bei Bewohnern asiatischer Schwellenländer hervorhebt.
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