«Es ist wichtig, wie Menschen geboren werden»
Sie betreiben miteinander eine Praxis, führen einen Laden und bieten Kurse an: Die Berner Hebammen vom Projekt 9punkt9 lieben ihre Arbeit. Doch die Löhne der freischaffenden Hebammen sind tief, und das wird sich wohl nicht so bald ändern.
So hatte sich Christa Wernli die Geburt ihres ersten Kindes nicht vorgestellt. «Ich wollte natürlich gebären.» Aber nach der Ultraschalluntersuchung im siebten Monat wusste sie, dass das nicht realistisch war: Sie hat eine sogenannte herzförmige Gebärmutter. Das Kind lag quer, ohne Möglichkeit, sich noch zu drehen. «Also machte ich mich auf einen Kaiserschnitt gefasst», sagt die 31-jährige Sozialarbeiterin. «Aber ich wollte ihn erst dann, wenn die Wehen einsetzen.» Doch es kam anders als geplant: Im achten Monat öffnete sich die Fruchtblase. Die ÄrztInnen im Berner Inselspital entschlossen sich zum Kaiserschnitt – fünf Wochen vor dem Geburtstermin.
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http://www.woz.ch/artikel/2011/nr09/schweiz/20447.html
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