EU lockert Richtlinien für Genverschmutzungen
EU-Kommission kapituliert vor ökonomischen Interessen zu Lasten von Verbrauchern und Umwelt
Die EU-Kommission will die bisher geltende Nulltoleranz für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Lebens- und Futtermitteln aufgeben. Dies würde bedeuten, dass zukünftig Agrarprodukte wie Soja, Mais oder Reis mit Verunreinigungen von nicht zugelassenen GVO in die EU importiert werden könnten. Dabei verhält sich die EU-Kommission besonders trickreich. Sie plant nicht nur die Einführung einer Toleranzschwelle von 0,1 %, sondern will den Mitgliedstaaten zusätzlich einen Spielraum geben. Danach sollen die Länder erst bei zwei- oder dreifacher Überschreitung der EU-Toleranzschwelle verpflichtet werden, die Warenimporte zu verweigern. Damit reagiert die EU-Kommission auf den Druck von Futtermittelimporteuren und Tiermastbetrieben.Noch immer gibt es auf EU-Ebene im weiteren keine Kennzeichnungspflicht von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch oder Eiern, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Pflanzen wie Gensoja oder Genmais gefüttert wurden.
Quelle: www.bioland.de
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