Europas Sparprogramme: Neolibaralismus im alten Takt
Überall in Europa verfolgen die Regierungen dasselbe Rezept: Sie wälzen die Kosten der Krisen und Bankenrettungen auf die breite Bevölkerung ab. Irgendwer muss ja dafür zahlen. Aber ist das ökonomisch sinnvoll?
Die Ratingagentur Finch war mal wieder schnell bei der Sache. Vor zwei Wochen stufte sie Spaniens Kreditwürdigkeit vom höchsten Wert AAA auf AA+ herunter. Ein ganz normaler Vorgang, wie es schien: Denn Finch und andere Ratingagenturen hatten immer wieder die Bonität von überdurchschnittlich hoch verschuldeten Staaten gesenkt – und damit, wie im Fall Griechenland, deren Probleme erheblich verschärft. Interessant war jedoch die Begründung von Finchs Entscheidung. Die Sparanstrengungen der spanischen Regierung zur Senkung des Haushaltsdefizits würden das spanische Wirtschaftswachstum gefährden, befand die Ratingagentur, für die Regierungen sonst gar nicht genug sparen können.
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http://www.woz.ch/artikel/2010/nr23/international/19413.html
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