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2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Feldbefreiung: Polizeimassnahmen gegen Gentechgegner rechtswidrig


 


Der Gentechnikgegner Carsten Orth hatte 2005 an der ersten öffentlich

angekündigten freiwilligen Feldbefreiung in Brandenburg teilgenommen. Als

er zusammen mit etwa zweihundert anderen Demonstranten versuchte, das

Genmaisfeld des Bauern Piprek zu erreichen, wurde er von der Polizei in

Gewahrsam genommen.

 

Was dann geschah, verurteilte das Verwaltungsgericht in Frankfurt/O.

heute als rechtswidrig: Die Polizei brachte die Gentechnikgegner auf den

Hof des Mais-Anbauers und hielt sie dort viele Stunden lang fest. Im

Anschluss sprachen die Beamten Aufenthaltsverbote gegen jeden Beteiligten

aus.

 

Carsten Orth: "Bis heute beschützt die Polizei die Genmaisfelder vor den

Menschen anstatt die Menschen vor den Genmaisfeldern. Ich bin aber froh,

dass das Gericht in Frankfurt mit seinem heutigen Urteil deutlich gemacht

hat, dass die Polizei auch bei ihren Einsätzen gegen Gentechnikgegner die

Spielregeln einzuhalten hat. Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen sich

das für die Zukunft merken."

 

Da dem Kläger auf ganzer Linie Recht gegeben wurde, hat das Land die

Kosten des Verfahrens zu tragen. Carsten Orth: "Ich werde mich

weiter entschieden gegen Monsantos gefährliche Saat wehren. Die Gentechnik

auf den Feldern gefährdet unser aller Zukunft. Die Bundesregierung aber

muss einsehen, dass sie den Konflikt um die Gentechnik nicht lösen kann,

indem sie die Polizei ins Feld schickt. Sie muss selber handeln und den

Anbau gentechnischer Pflanzen verbieten."

 

www.gendreck-weg.de

 

 

Montag, 28. Januar 2008

 


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