Für eine Ökonomie des Schenkens
Im Dezember 2008 trafen sich im Lebensgarten Steyerberg Margrit Kennedy (Foto), Heide-Göttner-Abendroth und Johannes Heimrath, um einen ganzen Tag dem gemeinsamen Nachdenken über die auf den ersten Blick so utopisch wirkende, aber doch omnipräsente Ökonomie des Schenkens zu widmen.
Johannes Heimrath: Bereits im Jahr 2006 saßen wir in dieser Konstellation auf einer Tagung zusammen und haben über ein neues Verständnis von Arbeit, Geld und Sozialstruktur nachgedacht. Damals war noch nicht abzusehen, dass das Finanzsystem einen so großen Zusammenbruch erleiden würde. Unsere Themen waren 2006 noch völlig exotisch, heute ist viel mehr Offenheit in der Bevölkerung da, Wirtschaft anders zu denken.
Margrit Kennedy: Mich fasziniert immer, dass die Globalisierung erst durch Geld möglich war, doch gleichzeitig hat sie zu der Einsicht geführt, dass wir wieder kleinere Wirtschaftsräume brauchen, weil wir sehen, dass das einseitige Verständnis von Kultur und Wirtschaft mit seinem „größer ist besser“, das sich über den Globus ausbreitet, viel Leid im lokalen Bereich mit sich bringt. Heute wird vielen Menschen klar: Wenn sich die Gier nach immer mehr Geld und immer größeren Gewinnen wie ein Krebs über den Globus ausbreitet, müssen wir erst wieder das Kleinteilige schätzen lernen.
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