Fukushia - war da nicht mal was?
Während in hiesigen Medien hauptsächlich über sinkende Radioaktivitätswerte rund um das am 11. März durch ein Erdbeben und einen Tsunami größtenteils zerstörte Akw Fukushima Daiichi berichtet wird, leben die Einwohner Japans in ständiger Sorge, da sich die Strahlung immer mehr ausbreitet.
Kritiker bezeichnen die Informationspolitik der Regierung und der Betreibergesellschaft Tepco als Fortsetzung der Katastrophe. Die Menschen fühlen sich im Stich gelassen. Betroffene haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, der CRMS (Citizens' Radioactivity Measuring Station). Ihre Mitglieder wollen in allen 47 Präfekturen des Landes Stationen zur Messung der radioaktiven Verstrahlung von Lebensmitteln, anderen Waren und Personen einrichten.
Am 15. August 2011 hielten Frau Aya Marumori und Herr Wataru Iwata als Vertreter der Bürgerinitiative eine Pressekonferenz in Berlin ab, in der sie die Lage vor Ort und ihr Anliegen schilderten. Die Organisation IPPNW ("International Physicians for the Prevention of Nuclear War") unterstützt die japanische Initiative unter anderem mit 5.000 Euro. Darüber hinaus gibt sie und die Gesellschaft für Strahlenschutz ihre Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Bürgermeßstationen weiter.
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