Besinnung auf Regionalisierung und Teilen nötig
Schmale Erträge und hohe Auslagen für Saatgut, Pestizide und Bewässerung treiben die vom Agrobusiness abhängigen indischen Baumwoll-Bauern in grosse Schulden und viele in den Selbstmord.
"Die Bauern fordern lautstark gentechnisch veränderte Saaten", kommentierte Landwirtschaftsminister Agit Singh noch im Frühjahr 2002 die erstmalige Zulassung genmanipulierter Baumwolle in Indien euphorisch. Die Realität hingegen sei erschreckend anders, schildert die Physikerin, Menschenrechtsaktivistin und Trägerin des Alternativ-Nobelpreises, Vandana Shiva, im Rahmen des Kongresses "Planety-Diversity". Niedere Erträge und hohe Kosten für Saatgut, Pestizide und Bewässerung stürzten die vom Agrobusiness abhängigen Bauern in grosse Schulden.
„Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen den über 100'000 Selbstmorden der Bauern und ‚Bollgard’, der gentechnisch veränderten Baumwolle von Monsanto. Inzwischen hat die Firma sichergestellt, dass es so gut wie keine Alternative zu dieser Baumwolle gibt.“ Shiva fordert Rückbesinnung auf Regionalisierung und Teilen, sie beschreibt den Teufelskreis, in den die Bauern hineingeraten seien und aus dem es nur durch die Besinnung auf alte Werte ein Entrinnen gebe.
Pressext-Interview:
http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080516022
Ausserdem zum Thema:
Gentech-Riese Monsanto unter Beschuss
"Unternehmen scheint gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren"
www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080517002
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