Gerechtigkeitssinn wird uns in die Wiege gelegt
Dreijährige wissen bereits, ob sie sich eine Belohnung durch gemeinsame Arbeit verdient haben oder nicht. Anthropologen vom Max-Planck-Institut in Leipzig haben entdeckt, dass Kinder im Alter von drei Jahren ihre Spielzeugbelohnungen bereitwillig mit einem anderen Kind teilen, sobald beide diese zuvor eine gemeinsame Aufgabe geschafft haben. Wenn die Kleinkinder ohne ersichtlichen Grund oder für eine selbständig gelöste Aufgabe belohnt wurden, behielten sie den Großteil der Belohnung für sich.
Bei Schimpansen, den nächsten Verwandten des Menschen, gibt es keine Verbindung zwischen dem Teilen von Beute und gemeinsamen Anstrengungen. "Der Unterschied zu den Schimpansen zeigt, dass wir eine Neigung zum gerechten Teilen in gemeinsam erarbeiteten Situationen haben", sagt die Studienautorin Katharina Hamann.
Die Wissenschaftler bedienten sich eines Tests, bei dem jeweils zwei Kinder gemeinsam Murmeln gewinnen konnten. Die Kinder teilten ihre Murmeln nur dann, wenn eine Aufgabe gemeinsam erledigt wurde.
Ganzer Text: www.pressetext.com/news/20110722010
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