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Neu erschienen




Leila Dregger, Frau-Sein allein genügt nicht. Mein Weg als Aktivitistin für Frieden und Liebe, edition Zeitpunkt 2017, ca. 180 S., CHF 19.- / Euro 17.-

 

Geld: die schärfste Analyse auf dem Buchmarkt




Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. edition Zeitpunkt, 2015. 248 S., Fr. 23.–/€ 21.–.

 

Sie sah, was die Messgeräte verkannten




Cornelia Hesse-Honegger: Die Macht der schwachen Strahlung - was uns die Atomindustrie verschweigt. edition Zeitpunkt, 2016. 232 S., Fr. 29.-/€ 26.-.

 

Der lebt, was er denkt, und tut, was er sagt




Erwin Jakob Schatzmann: unverblümt – aphoristische Denkprosa. edition Zeitpunkt, 2015. 148 Seiten, mit 13 ganzseitigen farb. Abb. Geb. Fr. 18.–/€ 16.–.

Ein Buch, das die Schweiz verändert




Die Vollgeld-Reform – wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Mit Beiträgen von Hans Christoph Binswanger, Joseph Huber und Philippe Mastronardi. Edition Zeitpunkt, 3. Aufl., 2013. 84 S. Fr.12.50 / Euro 9.50.


Grobfahrlässige Täuschung mit hohen Risiken

Unsere Lebensqualität und Zukunft hänge vom Wirtschaftswachstum ab. Diese Mär wird immer noch täglich aufgetischt. Eine Abrechnung.


Von: Urs P. Gasche, InfoSperber


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Das Bruttoinlandprodukt BIP sei ein «veralteter Massstab», kritisierte Patricia Cohen, Wirtschaftsredaktorin der «New York Times», am 6. Februar. Recht hat sie, nur kommt die Einsicht etwas spät.

 

 

Im Schlepptau von Ökonomen behandeln auch Politiker und Medien das Wirtschaftswachstum weitgehend als eine heilige Kuh. Alles, was das Bruttoinlandprodukt BIP wachsen lässt, ist gut. Völlig egal, was wächst. Daran sollen wir glauben wie an eine Religion.

 

Im Zweifelsfall opfert die Politik dem Wirtschaftswachstum auch Werte wie Steuergerechtigkeit, Umweltschutz oder Ausbildung der Kinder. Denn die Wirtschaft, so predigen die Wachstumspriester, müsse zuerst wachsen, um mehr Gerechtigkeit, Umweltschutz und bessere Ausbildung zu finanzieren. Auch alle folgenden und viele andere Anliegen werden abgelehnt mit dem Hauptargument, sie würden das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen – was zu Stellenverlust und Rentenabbau führe:

- eine wirksame Regulierung des aus den Fugen geratenen Finanzcasinos,

- das Durchsetzen des Verursacherprinzips in der Wirtschaft (zum Beispiel mit Lenkungsabgaben),

- die Konzernverantwortungs-Initiative (betrifft beispielsweise die Aktivitäten von Glencore in Sambia oder der Zulieferanten der Kleiderkonzerne in Bangladesch oder Myanmar).

- oder eine Beschränkung des Bevölkerungswachstums.

 

Statt politische Freiheit herrscht offensichtlich Wirtschaftszwang. Zwang zum Wachstum. Die reichsten Länder der Welt verlieren ihre gesellschaftlichen und demokratischen Freiheiten, weil diese dem geforderten Wachstum unterzuordnen sind.

 

 

Weiterlesen: http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/BIP-Wachstum-Grobfahrlassige-Tauschung-mit-hohen-Risiken

 

Dienstag, 07. März 2017

 


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