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P.M.: Neustart Schweiz – so geht es weiter. Edition Zeitpunkt, 2010.
2. erw. Auflage, Fr. 18.70/€ 14.–.



Grösstes Wellenkraftwerk der Welt in Betrieb


 


Das grösste Wellenkraftwerk der Welt, die Oyster (Auster) ist am European Marine Energy Centre (EMEC) http://www.emec.org.uk in Betrieb gegangen. Derzeit ist die stählerne Auster das einzige hydro-elektrische Wellenkraftwerk, das Wasser unter hohem Druck in eine Turbine am Festland pumpt. Eine "Farm" mit 20 Oysters könnte genügend Strom herstellen, um 9.000 Drei-Zimmer-Wohnungen mit Strom zu versorgen.

 

 

Oyster wurde zwischen 2002 und 2004 von Forschern der Queens University Belfast entwickelt und besteht aus einer mechanisch-schwenkbaren Stahlwand mit Auftriebstanks, die mit Schanieren an einer Stahlkonstruktion in zehn Meter Meerestiefe gebunden ist.

 

 

So funktioniert Oyster: die Wellen bewegen einen Schwimmtank, der eine Pumpe antreibt, die Wasser mit Druck an Land pumpt, wo es turbiniert wird.

 

 

Jede eingehende Welle bewegt die rund 18 Meter breite Wand, deren Oberteil aus dem Wasser ragt, auf und ab. Damit wird ein Hydraulik-Kolben angetrieben, der Meerwasser unter hohem Druck durch eine Rohrleitung an Land presst. Das System funktioniert ähnlich wie ein Blasebalg.

 

Im Unterschied zu vielen anderen Maschinen, die aus der Energie der Meeresströmungen und Wellen Strom erzeugen, geschieht die Energiegewinnung selbst an Land.

 

Das bedeutet, dass es im Meer keine komplizierten mechanischen Teile und keine Elektrik gibt. Das erleichtert die Wartung des Systems erheblich. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass es keine Beeinträchtigung der Meeresumwelt durch Maschinenöle oder andere chemischen Substanzen geben kann, denn all diese Maschinenteile befinden sich an Land.

Die Oyster soll nach Angaben der Hersteller die Meeresfauna nicht beeinträchtigen.

 

Die Demonstrationsanlage hat eine Nennleistung von 315 kW. Damit kann man den Stromverbrauch von rund 450 Haushalten abdecken. In zwei Jahren soll ein noch grösseres Kraftwerk mit der sechsfachen Kapazität errichtet werden. Pro Megawatt installierter Leistung rechnet man bei Aquamarin Power mit Investitionskosten von rund 3,3 bis 4,4 Mio. Euro.

 

Quelle: pressetext.austria

 

 

Mehr dazu:

http://www.aquamarinepower.com/technologies/

 

 

Mittwoch, 02. Dezember 2009

 


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