Großbritannien: Die Bank der Armen
Kleine Kreditkooperativen boomen wie nie zuvor. Die Mitglieder sparen wöchentlich einen kleinen Betrag. Dafür erhalten sie zinsgünstige Kredite und sind an allen wichtigen Entscheidungen beteiligt.
Am Eingang geht es munter zu. Drei ältere Männer debattieren über Fussball, eine junge Frau schiebt gerade einen Kinderwagen herein, zwei Frauen blättern in Broschüren, Kinder springen umher – und alle warten, dass sie an die Reihe kommen. «Momentan herrscht hier jeden Tag Hochbetrieb», sagt Fran Williams, als sie durch die Büros führt, in denen ihre KollegInnen Briefe tippen, Zahlen addieren, Akten abheften und das Telefon bedienen. Vom unteren Geschoss führt eine Treppe hinauf in eine Halle, die einmal ein Gemeindesaal war und gerade renoviert wird. «Wir sind noch nicht lange hier», sagt die knapp Vierzigjährige, «und da alle Arbeiten ehrenamtlich erledigt werden, geht es nicht so schnell voran, wie wir das gerne hätten.» Wird wirklich alles von Freiwilligen erledigt? «Ja», sagt Williams, «alles.»
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