Grossbritannien schliesst Behindertenwerkstätten
Die staatlichen Behindertenwerkstätten in Grossbritannien drohen der Kürzungspolitik der konservativ-liberaldemokratischen Regierung zum Opfer zu fallen. Doch dagegen regt sich jetzt Widerstand.
Am Donnerstag streikten landesweit die Beschäftigten gegen die drohende Schließung von 27 der insgesamt 54 Standorte. Für den 26. Juli ist der nächste Streiktag geplant. 1421 Menschen könnten ihren Job verlieren. Die Werkstätten gehören zur staatlichen Remploy Ltd. Die geistig und körperlich behinderten Menschen, die hier arbeiten, werden nach Tarif bezahlt und sind gewerkschaftlich gut organisiert. Remploy existiert seit 1945 und wurde damals von einer Labour-Regierung gegründet, um Kriegsinvaliden eine Arbeit zu geben. Heute gilt Remploy als die zweite große Errungenschaft im britischen Sozialsystem, neben dem staatlichen Gesundheitssystem NHS.
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