Haiti: 6 Monate nach dem Erdbeben
Vor sechs Monate starben bei einem verheerenden Erbeben auf Haiti mehr als 230 000 Haitinaner/innen. Rund 100 000 Häuser wurden völlig zerstört sowie Hunderte Schulen und viele andere Gebäude. Die Szenerie der Zerstörung füllte die Bildschirme der ganzen Welt.
Nach einem halben Jahr hat sich erstaunlich wenig an dem Anblick geändert. Der Präsidentenpalast, der durch das Erdbeben zerstört wurde, liegt nach wie vor in Trümmern - ein Symbol für die Größenordnung der Zerstörung. Port-au-Prince liegt noch immer unter Schutt. Circa 1,3 Millionen Menschen leben in 1200 Übergangscamps - Zeltlagern, die in und um die Hauptstadt errichtet wurden.
Laut einer Schätzung sind weniger als 5% der Trümmer des Erdbebens beseitigt.
Allein in Port-au-Prince liegen 20 Millionen Kubikmeter Schutt. Das macht das Aufräumen natürlich zu einer großen Herausforderung. Wenn Tag für Tag tausend Lastwagen zur Verfügung stünden, würden sie 3 bis 5 Jahre brauchen, um den ganzen Schutt wegzubringen. Aber es stehen nicht einmal 300 Lastwagen für diese Aufgabe zur Verfügung.
Die technischen Hindernisse auf dem Weg zum Wiederaufbau sind immens hoch. Noch gewaltiger jedoch sind die politischen Hindernisse.
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