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Handy-Strahlung: Frankreich handelt und setzt Kinderschutz um


 


Die Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk fordert aktiven Kinder- und Jugendschutz, sowie Senkung der Grenzwerte. Skandalöse Untätigkeit der internationalen Behörden, sowie Verharmlosungen durch die Industrie werden durch die Entwicklung in Frankreich blossgestellt!

 

Nachdem schon Lyon eine Kampagne gegen die Handynutzung bei Kindern unter 12 Jahren gestartet hatte, präsentierte nun der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo ein Gesetz, das Handywerbung verbieten soll, welche sich an Kinder unter 12 Jahren richtet, den Verkauf von Handys für Kinder unter 6 Jahren untersagt und zudem tiefere Grenzwerte ankündigt.

 

Frankreich ist somit das erste Land, das eine derart gross angelegte Kampagne gegen die  Gefahren der Handystrahlung durchführt, nachdem sich internationale Warnungen gehäuft hatten. Vor allem die russische Strahlenschutzkommission hat in einem bisher zu wenig beachteten Appell auf die hohen Risiken durch Mobilfunkstrahlung bei Kindern hingewiesen und sieht die kommenden Generationen in Gefahr.

 

Die französische Kampagne setzt mit ihrem Vorgehen, erstmals auch die Forderungen des EU-Parlaments um, welches im vergangenen September festgestellt hatte, dass eine Anpassung der Grenzwerte längst überfällig ist. In einer Zwischenbewertung des EU-Aktionsplans zu Gesundheit und Umwelt wurde dargelegt, dass die momentan gültigen Grenzwerte weder die rasant voranschreitende Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien, noch das Problem besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, berücksichtigen würden.

 

Obwohl der französische Vorstoss grundsätzlich zu begrüssen ist, muss dennoch in Frage gestellt werden, ob ein Verbot in dieser Art durchsetzbar ist. Die Bevölkerung braucht und erwartet eine wesentlich umfangreichere und  kritischere Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des Handygebrauchs sowie  weiterer Funktechnologien wie WLAN oder DECT-Schnurlostelefonen.

 

Daher fordert die Organisation Diagnose-Funk die europäischen Staaten auf, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und effiziente Vorsorgemassnahmen, vor allem zum Schutz von Kindern umzusetzen:

 • Vorsorgliche und umfangreiche, kritische Aufklärung über gesundheitsgefährdende Wirkungen des Mobilfunkgebrauchs.

• Gezielter Verbraucherschutz durch entsprechende und offensichtliche Hinweise beim Handykauf.

• Schutzmassnahmen für Kinder, Schulen und Spitäler.

• Handy- und WLAN-Verbot an Schulen

• Sowie eine weitreichende internationale Grenzwertsenkung

 

 

Links:

 

Frankreich handelt: Keine Handys für Kinder!

http://www.diagnose-funk.org/politik/033ea29935078f601/033ea29b920d88f01.html

 

Belgischer Minister: Nein zu Handys für Kinder

http://www.diagnose-funk.org/politik/000000981608dd301/033ea29b5a10ba30a.html

 

EU-Parlament: Grenzwerte nicht mehr aktuell

http://www.diagnose-funk.org/politik/000000981608dd301/033ea29b100bc9e05.html

 

RCNIRP: Kommende Generationen in Gefahr

http://www.diagnose-funk.org/politik/033ea29935078f601/033ea29aaa101f302.html

 

Finnland: Handygebrauch für Kinder beschränken

http://www.medien.diagnose-funk.org/033ea29b760e67101/033ea29b760e75804/033ea29b930c3a101.html

 

Wiener Ärztekammer fordert Handy-Verbot für Kinder unter sechs Jahren

http://www.medien.diagnose-funk.org/033ea29b760e67101/033ea29b760e75804/033ea29b9305ddd01.html

 

BUND: Mobilfunk schadet der Gesundheit

http://appelle.diagnose-funk.org/033ea29b5514fb822/033ea29b5514fcf24/index.html

 

Appell der Russischen Strahlenschutzkommission

http://appelle.diagnose-funk.org/033ea29b5514fb822/033ea29b5512b9602/index.html

 

Quelle:

www.diagnose-funk.org

 

 

Donnerstag, 15. Januar 2009

 


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