Handyverbot in Bus und Strassenbahn
In Grazer Bussen und Strassenbahnen könnte bald das Telefonieren mit Handys verboten werden. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) möchte das Verbot im Zuge einer Lärmoffensive einführen.
"Geisseln Abgase und Lärm"
In einem Interview mit Radio Steiermark sagte Nagl, für ihn gebe es zwei Geisseln der Menschheit - die Abgase und den Lärm: "In Graz wird stark dagegen gearbeitet. Wir sind berühmt dafür, dass wir die Abgase reduzieren, aber wir sind auch berühmt dafür, dass wir eein Akustik-Kompetenzzentrum haben, und dass wir den Lärm reduzieren wollen. Und wenn sie heute mit Menschen sprechen, sagen einem die: 'Wir brauchen mehr Ruhe, und es gibt sie fast nirgends mehr, und im öffentlichen Raum wird es auch immer weniger'."
"Telefonierende Menschen im Genick"
Hatte man früher wenigstens noch in Bussen und Strassenbahnen Gelegenheit, sich dort ein bisschen zu erholen, eine Zeitung oder ein Buch zu lesen, so Nagl, "hat man heute quasi einen telefonierenden Menschen im Genick, bei dem man dann die ganzen Familiensituationen gleich mithören kann. Deswegen wäre es gut, wenn man es schaffen könnte, eine Stadt zu sein, wo man sagt: 'Handyfreie Zone' auch im öffentlichen Verkehr".
Die Gefahr einer Einschränkung der persönlichen Freiheit durch ein Handyverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln sieht Nagl nicht: "Es ist auch eine persönliche Einschränkung, wenn ich in Ruhe sitzen will und hinter mir jemand laut zu telefonieren beginnt".
Quelle: Steiermark.orf
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