Jonathan Safran Foer: Fleischlos mit Hintertüre
Foer, Autor von «Tiere essen», ist vielleicht der erste öffentlich argumentierende Vegetarier, der nicht radikal und dogmatisch für den Fleischverzicht wirbt, sondern eigene Schwächen im Umgang damit zugibt.
Als im vergangen Winter Jonathan Safran Foers Buch «Eating Animals» in Amerika erschien, las ich bereits viele Artikel über ihn und seine Beweggründe, als Romanautor («Alles ist erleuchtet», «Extrem laut und unglaublich nah») nun ein Sachbuch über Ernährung zu schreiben. Foer war, so schien es mir, der erste öffentlich argumentierende Vegetarier, der nicht radikal und dogmatisch für den Fleischverzicht warb, sondern eigene Schwächen im Umgang damit zugab und eingestand, dass er eigentlich sehr gerne Fleisch ass. Die Berichte nahmen mir die Angst, irgendwann tatsächlich Vegetarierin zu sein. Weil ich nicht würde sagen müssen, dass ich ab sofort für immer kein Fleisch mehr zu mir nehmen würde, sondern immer wieder eine neue, ganz bewusste Entscheidung gegen das Fleischessen würde treffen können. Vegetariersein mit Hintertüre, die man im besten Fall gar nicht benutzt.
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http://www.freitag.de/community/blogs/maike-hank/fleischlos-mit-hintertuerehttp://hinter-den-schlagzeilen.de/2010/08/18/jonathan-safran-foer-fleischlos-mit-hinterture/
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