Kampf gegen Chefs - ist das wichtig?
Unlängst tauchte die Frage auf, ob die anarchistische Losung "Arbeiten ohne Chef" denn wirklich den Weg zu einem autonomen Leben weise. Wäre es nicht häufig so, dass in Kollektiven neue Chefs entstünden? Und was sei an Chefs überhaupt auszusetzen - wenn sie gute Entscheidungen treffen, so wäre das doch kaum zu kritisieren? Geht es nicht eher darum, aufzuklären und die Einsicht zu verbreiten, das wir nicht so weiter leben sollten wie bisher? Welche Rolle sollte da ein Kampf gegen Chefs spielen?
Nun ist das Streben nach Autonomie sicherlich nicht auf den Kampf gegen Chefs zu reduzieren. Allerdings kann das Streben nach Autonomie schwerlich an dem Umstand vorbei, dass Chefs es behindern. Die Einsicht, dass der Kapitalismus eine Katastrophe ist, und der praktische Kampf gegen jene, deren bezahlte Funktion und inneres Motiv darin besteht, Lohnarbeit und Profitproduktion aufrechtzuerhalten, gehen Hand in Hand.
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