Klimaanlagen oft überflüssig
2005 haben Klimaanlagen die Hälfte der Stromproduktion des Atomkraftwerks Mühleberg benötigt. Raumkühlung ist aber auch ohne exzessive Stromfresser möglich.
Der Stromverbrauch für Klimaanlagen hat sich in der Schweiz zwischen 1990 und 2005 von 711 auf 1’591 Gigawattstunden verdoppelt, hält eine aktuelle Studie des Schweizerischen Nationalfonds SNF fest. Wenn dieser Trend anhält, wird der Verbrauch bis 2020 insgesamt 2’264 Gigawattstunden erreichen. Um ihn zu bremsen, haben Forschende des Ingenieurbüros Planair, des Instituts für Gesundheitspsychologie der Universität Lausanne und des Laboratoriums für Solarenergie und Gebäudephysik der ETH Lausanne einen Massnahmenkatalog ausgearbeitet, mit dem auch in Dienstleistungs- und Wohngebäuden ohne systematische Klimatisierung ein angenehmes Raumklima sichergestellt werden soll.
Von südlichen Ländern lernen
Nach Ansicht der Forscher sind Klimaanlagen keine Notwendigkeit. Sie sind überzeugt, dass sich mit den von ihnen vorgeschlagenen Massnahmen auch im Sommer ein angenehmes Raumklima bewahren lässt. Hinsichtlich der Baumaterialien, aber auch beim Sonnenschutz und der Belüftung könne man viel von den Erfahrungen in südlichen Ländern lernen. Wenn eine Klimatisierung aber tatsächlich gerechtfertigt ist, sollten die bestehenden Anlagen optimal genutzt werden, indem ein Raum beispielsweise eher nachts als am Tag gekühlt wird.
Mehr Informationen:
http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080827020
Druckversion













