Krankheit muss sich lohnen
Um das Staatsdefizit zu senken, setzt die britische Regierung auf Marktstrukturen, auf Auslagerung und Privatisierung – auch im Gesundheitssystem. Nicht nur MedizinerInnen befürchten die Abschaffung einer der besten Errungenschaften des britischen Sozialstaates.
Im Herbst 2009 trat die konservative Gemeindeverwaltung von Barnet, einem Bezirk in Nordlondon, mit einer neuen Idee an die Öffentlichkeit. Statt allen BürgerInnen dieselben öffentlichen Dienstleistungen zu bieten, würde der Bezirk in Zukunft eine Auswahl zur Verfügung stellen. Wer in Barnet auf eine Baugenehmigung nicht warten will, dessen Antrag wird schneller bearbeitet – gegen einen kleinen Aufpreis, versteht sich. Und ältere MitbürgerInnen können sich entscheiden, ob sie ihren finanziellen Zuschuss lieber für eine Reinigungskraft oder eine Krankenpflegefachkraft ausgeben wollen.
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http://www.woz.ch/artikel/2011/nr24/international/20871.html
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